Strategien · Lektion 13 · Fortgeschritten
Muster-Katalog mit Statistik
Du kennst die zuverlässigsten Continuation- und Reversal-Muster mit ihren Failure Rates und nutzt die Measure Rule nur als konservatives Minimum.
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Zahlen zum Vergleich
Bulkowski warnt: die Average-Rise-Zahlen setzen perfekte Trades ohne Kosten voraus. Sie dienen dem Vergleich der Muster, nicht der Renditeschätzung. Mit Hebel fressen Spread, Slippage und Funding die Edge.
Continuation ist zuverlässiger als Reversal. Die Measure Rule (Formationshöhe auf den Breakout addieren) ist nur ein Minimum, die halbe Höhe trifft deutlich öfter.
Head and Shoulders Top: erst der Neckline-Bruch zählt
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Welches Muster ist verlässlicher?
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Das Wichtigste in Kürze
- Failure Rates dienen dem Vergleich der Muster, nicht als Gewinnversprechen.
- High and Tight Flag und Ascending Triangle sind zuverlässige Continuation-Muster.
- Head and Shoulders ist das beste Top-Reversal.
- Reversal-Muster nur an Trendenden handeln, Entry erst nach Bestätigung.
Vertiefung
Welche Chartmuster haben die niedrigsten Failure Rates?
Bulkowskis Datenbank aus über 38.500 Samples liefert eine klare Rangfolge. Die Break-even Failure Rate misst, wie oft ein Muster nach dem Breakout nicht einmal 5 Prozent in die richtige Richtung läuft. Einstellige Werte sind gut, alles über 20 Prozent inakzeptabel.
- High and Tight Flag: 0 Prozent Failure, bestes Continuation-Muster.
- Head and Shoulders Top: 4 Prozent Failure, bestes Reversal.
- Rising Wedge Down: 24 Prozent Failure, Finger weg.
- Ascending Triangle Up: nur Rang 17 von 23, hinteres Mittelfeld.
Warum eine niedrige Failure Rate keinen grossen Move garantiert
Eine niedrige Failure Rate heisst nur: das Muster läuft selten sofort falsch. Sie sagt nichts über die Distanz. Beim Head and Shoulders Top scheitern 4 Prozent an den ersten 5 Prozent, aber 68 Prozent schaffen keine 25 Prozent. Setz dein Ziel darum an echte Struktur, nicht an die volle Measure Rule.
- Tall schlägt short: Muster über dem Median-Höhe performen fast immer besser.
- Bei zwei Formationen die mit der grösseren Range nehmen.
- Kumulative Failure-Tabellen lesen, nicht nur die Break-even-Zahl.
Throwback und Pullback: warum der Retest die Statistik verschlechtert
Ein Throwback ist die Rückkehr zum Breakout-Preis nach oben, ein Pullback dasselbe nach unten. Beide treten in 40 bis 75 Prozent der Fälle auf und rauben dem Muster Momentum. Meide Setups mit dicht davor liegender Congestion.
Der Retest hat auch eine gute Seite: ein zweiter, risikoärmerer Einstieg mit engerem Stop, meist nach 8 bis 16 Tagen. Und ein Busted Pattern, das zur Gegenseite kippt, wird oft zum starken Konter-Trade. Genau das kannst du kostenlos an der Demo-Börse durchspielen.
Quellen: Bulkowski, Murphy, Goodman
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