Strategien · Lektion 1 · Anfänger
Was ein handelbares Setup ist
Du kannst jedes Setup in seine vier Pflichtbausteine zerlegen und ein Gefühl von einem regelbasierten Trade unterscheiden.
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Setup statt Gefühl
Ein Setup ist eine objektive Bedingung: die Variable ist da oder sie ist nicht da. Douglas nennt das einen Edge, den du identifizierst, nicht erfühlst.
Jeder Trade braucht vier Bausteine: einen Entry-Trigger, eine Invalidierung (den Stop), ein Ziel und die Zeitebene, auf der das alles gilt. Fehlt einer, ist es kein Trade, sondern ein Gamble.
Die vier Pflichtbausteine eines Trades
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Teste dich selbst
Long, weil der Coin schon stark gestiegen ist, kein Stop, kein Ziel. Was fehlt?
- Stop und Ziel, also die halbe Pflichtliste
- Nichts, der starke Anstieg ist Grund genug
- Nur die Zeitebene
Du liegst mit der Richtung richtig, wirst aber trotzdem liquidiert. Wie geht das?
- Mit Leverage kann schlechtes Timing dich vor dem Ziel rauswerfen
- Gar nicht, wer richtig liegt, gewinnt immer
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Das Wichtigste in Kürze
- Ein Setup ist eine Ja/Nein-Prüfung, kein Bauchgefühl.
- Vier Pflichtbausteine: Entry-Trigger, Stop/Invalidierung, Ziel, Zeitebene.
- Entry, Stop und Ziel stehen schriftlich VOR dem Einstieg fest.
- Mit Leverage reicht die richtige Richtung nicht, das Timing entscheidet mit.
Vertiefung
Chance-Risiko-Verhältnis: warum das Ziel zum Stop passt
Entry, Stop und Ziel sind ein Verhältnis, keine drei losen Zahlen. Der Abstand zum Stop ist dein Risiko, der Abstand zum Ziel deine Chance. Ein Stop 20 Dollar entfernt und ein Ziel 60 Dollar entfernt sind ein CRV von 1 zu 3, also 3R.
- Nötige Trefferquote ist 1 geteilt durch (1 plus CRV)
- 1 zu 1 braucht 50 Prozent Gewinner, 1 zu 3 nur 25 Prozent
- Ziel an echte Struktur setzen: nächste Resistance, Zwischenhoch
- Muster erreichen ihr Kursziel laut Bulkowski oft nur zu 50 bis 80 Prozent
Die häufigsten Fehler beim Setup-Bauen
Ein Setup gilt auf genau einer Zeitebene, und dort lebt auch dein Stop. Wer das Timeframe wechselt, sobald der Trade ins Minus läuft, hat kein Setup, sondern eine Ausrede.
- Trade ohne Trigger: ein Gefühl ist kein sichtbares Ereignis
- Zeitebenen mischen: Signal auf 4h, Panik im 1-Minuten-Chart
- Wandernder Stop: nach unten ziehen ist Hoffnung, keine Invalidierung
Hard Stop statt Kopf-Stop
Ein Stop im Kopf ist kein Stop. Genau wenn der Preis dein Level erreicht, übernehmen Gier und Hoffnung. Eine echte Order nimmt dir die Entscheidung ab, bevor die Emotion einsetzt.
Ein Stop begrenzt den Verlust, garantiert ihn aber nicht: in dünnen Nächten oder Liquidations-Kaskaden kann der Preis darüber gappen. Mit Hebel reicht die richtige Richtung nicht, ein Drawdown auf dem Weg zum Ziel liquidiert dich vorher.
- Stop schützt die Norm, nicht das Extrem
- Zweite Verteidigung: Position klein genug für einen Ausreisser
- Stop weit genug vom Rauschen, nah genug an der echten Invalidierung
Quellen: Elder, Douglas, Murphy
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