Strategien · Lektion 2 · Anfänger
Edge denken, die Serie zählt
Du verstehst, warum ein Edge nur eine Wahrscheinlichkeit über viele Trades ist und du jeden gültigen Trade nehmen musst.
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Der Vorteil ist dünn
Richard Dennis sagt, ein Edge muss nur knapp über 50 Prozent liegen, 53 Prozent reichen. Der Rest ist Disziplin und Sizing.
Douglas fünf Wahrheiten: alles kann passieren, du musst nicht wissen was als Nächstes kommt, Wins und Losses sind zufällig verteilt, ein Edge ist nur höhere Probability, jeder Moment ist einzigartig.
Wirf die Münze oft genug, dann trennt sich der Edge vom Zufall.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Über 10 Trades sieht ein 53-Prozent-Edge aus wie reiner Zufall. Erst über Hunderte von Trades wird er sichtbar. Kahneman nennt den Irrtum, aus kleinen Stichproben zu urteilen, das Law of Small Numbers.
Teste dich selbst
Du hast vier Verlierer in Folge mit deinem geprüften Setup. Was tust du?
- Das Setup unverändert weiter handeln, vier Trades sagen nichts
- Sofort den Ansatz wechseln
- Den Hebel erhöhen, um die Verluste aufzuholen
Kostenlos anmelden für die Auflösung mit Erklärung zu jeder Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Edge ist nur eine höhere Wahrscheinlichkeit, kein sicheres Ergebnis.
- Wins und Losses sind zufällig verteilt, der Vorteil zeigt sich erst über die Serie.
- Über einen Edge urteilst du ab deutlich über 100 Trades, nicht nach 10.
- Jeden gültigen Trade nehmen, nicht nach zwei Verlierern den Ansatz wechseln.
Vertiefung
Wie lang ist eine normale Verlustserie?
Verlustserien fühlen sich wie ein kaputter Ansatz an, sind aber pure Statistik. Bei 50 Prozent Trefferquote sind vier Verlierer in Folge 0,5 hoch 4, also rund 6 Prozent. Über 100 Trades tritt so eine Serie mehrfach auf.
- Fünf oder sechs Verlierer am Stück sind über eine lange Serie normal
- In der Verlustserie kleiner werden, nicht Catch-up-Sizing
- Elders 6-Prozent-Regel: Handelspause, wenn das Konto 6 Prozent unter Vormonat fällt
- Bei 2 Prozent Risiko pro Trade sind das drei Verlierer, dann Pause
Expectancy: die Formel hinter dem Edge
Ein Edge ist ein Erwartungswert, keine Trefferquote. Expectancy gleich (Trefferquote mal Durchschnittsgewinn) minus (Verlustquote mal Durchschnittsverlust). 40 Prozent Gewinner bei CRV 1 zu 2,5 sind klar positiv, 70 Prozent mit winzigen Zielen können verlieren.
Talebs Konvexität: bei begrenztem Verlust und offenem Gewinn darfst du seltener als die Hälfte richtig liegen und gewinnst trotzdem. Wenige grosse Gewinner überkompensieren viele kleine Verlierer.
Wie viele Trades braucht der Edge, um sichtbar zu werden?
Über 10 Trades sieht ein echter 53-Prozent-Edge aus wie Zufall, und Zufall sieht aus wie ein Edge. Kahneman nennt das Urteilen aus Mini-Stichproben das Law of Small Numbers. Verlässlich wird es erst über eine dreistellige Zahl von Trades.
- Bedingung ist Konsistenz: dasselbe Setup nach denselben Regeln
- 20 von 23 Turtles machten mit lehrbaren Regeln rund 100 Prozent pro Jahr
- Knapp war nicht das Wissen, sondern die Disziplin
- An der Demo-Börse ein Setup 50 bis 100 Mal mechanisch durchziehen
Quellen: Douglas, Schwager, Kahneman, Taleb
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