Strategien · Lektion 3 · Anfänger
Marktzustand zuerst
Du bestimmst vor jedem Setup objektiv, ob der Markt trendet oder seitwärts läuft, und leitest daraus ab, welche Strategie erlaubt ist.
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Erst lesen, dann handeln
Murphy: Preise sind mindestens ein Drittel der Zeit in einer Range. Dort fressen Whipsaws, Funding und Gebühren das Konto. Stand-aside ist oft die profitabelste Entscheidung.
Drei Analysten lesen denselben Chart als up, down und sideways, weil ihnen Definition und Timeframe fehlen. Lies den Zustand mechanisch über die Hochs und Tiefs.
Markier das höchste Hoch und lies an der Sequenz, ob ein Uptrend läuft.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Teste dich selbst
Der Markt läuft seit Tagen seitwärts in einer engen Range. Was ist meist am besten?
- Aussenstehen, in der Range versagt Trendfolge
- Mehr traden, um die Range auszunutzen
- Hebel hoch, weil sich wenig bewegt
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Das Wichtigste in Kürze
- Uptrend ist higher highs und higher lows, Downtrend lower highs und lower lows.
- Range ist mindestens ein Drittel der Zeit, dort versagt Trendfolge.
- Erst den Marktzustand lesen, dann die Strategie wählen.
- Im Trend halten, in der Range schnell raus.
Vertiefung
Trend oder Range objektiv bestimmen: EMA-Slope und ADX
Drei Analysten lesen denselben Chart als up, down und sideways, weil eine gemeinsame Definition fehlt. Die Lösung ist mechanisch statt Bauchgefühl.
- Höhere Hochs und Tiefs sind Uptrend, tiefere sind Downtrend, sonst Range
- EMA steigt: nur Long. Fällt: nur Short. Flach: aussenstehen
- ADX unter beiden Directional Lines: kein tragfähiger Trend
- Elder verlangt mindestens zwei Timeframes, im Konflikt gewinnt die grössere
Warum Range-Trading mit Hebel besonders teuer ist
Murphy schätzt, dass Preise mindestens ein Drittel der Zeit in einer Range laufen. Dort frisst der Chop dein Konto von mehreren Seiten, und niedrige Volatilität verführt zum höheren Hebel.
- Fehlausbrüche stoppen dich mit vielen kleinen Verlusten aus
- Gebühren summieren sich über viele Trades
- Bei Perpetuals zahlst du zusätzlich Funding pro Position
- Eine ruhige Range ist oft das Vorzimmer eines Ausbruchs
Eine Strategie pro Marktzustand
Der Zustand entscheidet nicht nur ob, sondern womit du handelst. Trendfolge-Tools wie MA und MACD greifen im Trend, Oszillatoren wie RSI und Stochastic fangen Wenden in der Range. Das gleiche Tool ist im falschen Zustand ein Verlustgenerator.
Auch die Taktik dreht sich um. Im Trend darfst du halten und im Gewinn nachlegen; in der Range nimmst du beim ersten Umkehr-Anzeichen schnell Gewinne. Markiere vor jedem Trade Zustand und erlaubte Richtung, üben lässt sich das an der Demo-Börse.
Quellen: Elder, Murphy, Goodman
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