Risikomanagement · Lektion 15 · Anfänger
Via Negativa: die Verbotsliste
Du kennst die unverhandelbaren Verbote und verstehst, dass Vermeiden wichtiger ist als clevere Setups.
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Verbote statt Tricks
Das wirksamste Risikomanagement ist eine Liste von Verboten, nicht von cleveren Setups. Subtraktives Wissen ist robuster, und wenige Trades verursachen die meisten Verluste.
Lege die Regel VOR der Handlung fest, solange dein Kopf neutral ist. The first mistake is the cheapest.
Unterschreib deine persönliche Verbotsliste.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Teste dich selbst
Dein Short läuft ins Minus. Welcher dieser Schritte verletzt die Verbotsliste?
- Stop bei 1R ziehen lassen
- Nachkaufen, um den Einstand zu verbessern
- Position schliessen und Pause machen
Kostenlos anmelden für die Auflösung mit Erklärung zu jeder Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
- Subtraktives Wissen ist robuster, wenige Trades verursachen die meisten Verluste.
- Nie ohne Stop, nie den Stop aufweichen, nie in den Verlust nachkaufen.
- Die Regel VOR der Handlung festlegen, solange der Kopf neutral ist.
Vertiefung
Warum Weglassen mehr bringt als das nächste Setup
Anfänger suchen Fortschritt in der Addition: noch ein Indikator, noch eine Strategie. Taleb nennt den wirksameren Weg Via Negativa, Verbesserung durch Weglassen. Du weisst sicherer, was falsch ist, als was richtig ist.
Schwager bestätigt: über alle Market Wizards ist Risk Control die einstimmige Priorität Nummer 1, nicht die Methode. Wenige verbotene Handlungen verursachen die meisten Verluste.
Die unverhandelbaren Verbote
- Nie ohne Hard-Stop traden: Elder nennt das einen der zwei tödlichen Fehler.
- Nie den Stop aufweichen, nur in Trade-Richtung nachziehen.
- Nie in den Verlust nachkaufen: Jones' erste Regel 'Don't ever average losers'.
- Nie All-in, nie den Hebel nach Verlusten erhöhen, kein Revenge-Trading.
- Schwartz: 'Never meet a margin call.' Musst du abbauen, geht zuerst die schlechteste Position.
Die Regel vorher festlegen, nicht im heissen Moment
Du legst jede Regel fest, solange dein Kopf neutral ist, nicht wenn die Position blutet. Taleb warnt vor Casuistry, dem nachträglichen Herbeireden von Ausnahmen. Im offenen Verlust findet dein Gehirn immer einen Grund.
Elder: der erste Fehler ist der billigste. Wer beim ersten Verstoss raus ist, zahlt wenig Lehrgeld. Behandle einen glücklich aufgegangenen Regelbruch als gefährliches Signal, nicht als Erfolg.
1R = deine Risikoeinheit: der Verlust, den du pro Trade eingeplant hast (Abstand Entry zu Stop-Loss). +2R heisst: doppelt so viel gewonnen wie riskiert.
Quellen: Taleb, Elder, Schwager, Goodman, Douglas
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