Grundlagen · Lektion 3 · Anfänger

Orderbuch, Bid, Ask, Spread, Slippage

Du kannst ein Orderbuch lesen und verstehst, warum Spread und Slippage sofortige Kosten sind.

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Das Orderbuch

Bids sind Kaufgebote unter dem Markt, Asks Verkaufsangebote darüber. Der Spread ist Ask minus Bid und ein sofortiger Kostenfaktor.

Slippage

Eine Market-Order frisst sich durch immer teurere Level, der Durchschnittspreis wird schlechter. In dünner Liquidität explodiert Slippage genau dann, wenn du raus musst.

Erhöhe die Menge und beobachte, wie der Durchschnittspreis ins Orderbuch abrutscht.

Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.

Teste dich selbst

Du kaufst sofort und verkaufst sofort wieder. Was verlierst du mindestens?

  • nichts
  • den Spread
  • die Funding Rate

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Das Wichtigste in Kürze

  • Bid ist der beste Kaufpreis, Ask der beste Verkaufspreis, der Spread ist die Differenz.
  • Eine Market-Order frisst sich durch immer teurere Level, das ist Slippage.

Vertiefung

Ein Orderbuch lesen: die Tiefe zählt

Das Orderbuch ist die Liste aller offenen Limit-Orders. Bids sind Kaufgebote unter dem Markt, Asks Verkaufsangebote darüber. Entscheidend ist die Tiefe unter der ersten Zeile, nicht nur der oberste Spread.

  • Liquider Markt: Bid 65.725,50, Ask 65.725,51, Spread 1 Cent.
  • Illiquide: Bid 65.000, Ask 70.000 sind 5.000 Dollar Sofortverlust.
  • BTC und ETH drücken den Spread, kleine Coins sind teuer.

Slippage: warum Grösse überproportional kostet

Eine Market-Order matcht die beste Gegenorder. Reicht die Menge nicht, frisst sie sich durch teurere Level und dein Durchschnittspreis wird schlechter. Der Price Impact wächst konvex, nach Taleb etwa mit dem Exponenten 3/2.

  • Eine doppelt so grosse Order kostet mehr als doppelt so viel Slippage.
  • Im Flash Crash ist die Gegenseite leergefegt, der Notausstieg rutscht durch.
  • Beim Scalping mit vielen Trades schlägt Slippage besonders zu.

Limit statt Market: Sofortkosten senken

Die Limit-Order garantiert den Preis, nicht die Ausführung. Sie liegt als Maker im Orderbuch, Maker-Gebühren sind niedriger als Taker-Gebühren, teils null oder negativ. Wer als Maker einsteigt, spart Gebühren und Slippage in einem Zug.

  • Zum Einsteigen Limit-Orders nutzen und selektiv handeln.
  • Eine Limit-Order wird nicht garantiert gefüllt.
  • Läuft der Preis ohne dich weg, den Trade lieber ziehen lassen.

Es gibt nicht den einen Preis: Mark Price

Krypto handelt über viele Börsen mit je eigenem Orderbuch, also isolierte Liquiditätspools. Derselbe Coin notiert im selben Moment leicht unterschiedlich, jede Börse hat eigenen Spread und eigene Tiefe.

  • Der letzte Trade auf deiner Börse ist nur ein lokaler Ausschnitt.
  • Futures settlen gegen einen aggregierten Mark- oder Index-Price.
  • Das schützt vor Liquidation durch einen künstlichen Wick auf einer Börse.

Quellen: Goodman, Elder

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