Grundlagen · Lektion 7 · Anfänger

Leverage: was der Hebel wirklich macht

Du verstehst, dass der Hebel Gewinne und Verluste nichtlinear verstärkt und die Stückzahl nur finanziert.

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Was Hebel macht

Mit 10x steuern 1.000 USDT eine Position von 10.000 USDT. Eine Bewegung von 5 Prozent im Markt ist dann nicht 5 Prozent auf dein Kapital, sondern 50 Prozent.

Die tödliche Nichtlinearität

Wer denkt, X Prozent Move sei X Prozent Gewinn oder Verlust, unterschätzt das Risiko systematisch. Der Hebel finanziert nur die Stückzahl, er bestimmt sie nicht.

Gleicher Move, drei Hebel. Schieb den Move und sieh, was dein Konto bei 2x, 10x und 25x macht.

Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.

Teste dich selbst

Ein 5-Prozent-Move gegen eine 10x-Position ist welcher Verlust auf dein Kapital?

  • 5 Prozent
  • 10 Prozent
  • 50 Prozent

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Das Wichtigste in Kürze

  • Mit 10x ist ein 5-Prozent-Move ein 50-Prozent-Ergebnis auf dein Kapital.
  • Der Hebel finanziert nur die Stückzahl aus der Position-Sizing-Formel, er bestimmt sie nicht.

Vertiefung

Warum ROE nicht gleich Preisbewegung ist

ROE, Return on Equity, beschreibt deinen Einsatz, nicht den Markt. Zeigt dein 10x-Long plus 630 Prozent, ist der Coin nur um rund 63 Prozent gestiegen. Die Zahl gilt in beide Richtungen.

  • Goodmans Konto 2021: DENT plus 1231 Prozent ROE, ADA plus 630 Prozent
  • 10x Hebel macht aus 10 Prozent Gegenbewegung 100 Prozent Verlust
  • Hoher ROE ist nur unrealisierter Papiergewinn, kein Puffer
  • Goodman rettete den Gewinn nur durch rechtzeitigen Ausstieg vor 2022

Nur der Stop-Abstand bestimmt die Positionsgrösse

Elder, Taleb und Goodman kommen unabhängig auf denselben Satz: Der Hebel verändert deine Positionsgrösse nicht. Du legst zuerst dein Risiko fest, setzt den Stop charttechnisch, und erst daraus folgt die Stückzahl. Der Hebel finanziert danach nur diese Stückzahl.

  • 10x Hebel mit 2 Prozent Risiko pro Trade ist überlebbar
  • 1x Hebel mit 20 Prozent Risiko kann dein Konto zerreissen
  • Über Leben und Tod entscheidet der Stop-Abstand, nicht die Hebelzahl

Warum ein gehebelter Trader eine Option verkauft

Taleb liefert das Warum: Wer gehebelt ist, hat eine Short-Option auf Volatilität geschrieben. Du kassierst kleine ruhige Gewinne und trägst ein seltenes Risiko, das dich auf einen Schlag auslöscht. Konten sterben am Extrem, nicht am durchschnittlichen Move.

Ein harter Stop dreht das um: Dein maximaler Verlust ist das eine R, dein Gewinn bleibt offen. Mit dieser konvexen Auszahlung darfst du seltener als in der Hälfte der Fälle richtig liegen und verdienst trotzdem.

Quellen: Goodman, Taleb, Elder

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