Strategien · Lektion 5 · Fortgeschritten

Multi-Timeframe und Triple Screen

Du löst Indikator-Konflikte, indem du den grösseren Timeframe als Richtungs-Zensor und den kleineren als Timing nutzt.

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Richtung oben, Timing unten

Triple Screen löst das Kernproblem: ein Oszillator zeigt auf dem 4h-Chart kaufen und auf dem 30min-Chart verkaufen. Du beginnst immer mit dem grösseren Chart.

Screen 1 ist der Zensor: die Slope der EMA oder des MACD-Histogramms gibt die erlaubte Richtung vor. Screen 2 sucht im kleineren Chart den Pullback gegen diesen Haupttrend.

Richtung oben, Timing im Pullback

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Führe Richtung und Timing zur erlaubten Aktion zusammen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Derselbe Indikator gibt je Timeframe gleichzeitig Kauf- und Verkaufssignal.
  • Screen 1 (gross) bestimmt die erlaubte Richtung.
  • Screen 2 (klein) sucht den Pullback gegen den Haupttrend.
  • Screen 1 up plus Screen 2 down gleich Buy.

Vertiefung

Faktor 5: welche zwei Timeframes zusammenpassen

Triple Screen beginnt mit der Wahl der Ebenen. Elders Faktor-5-Regel: jeder Timeframe steht zum nächsten etwa im Faktor 5, ein Weekly-Bar enthält rund 5 Daily-Bars.

  • Benachbarte Paare mit Faktor 4 bis 6: 4h und 30min, Daily und 1h
  • Der grössere Chart ist Screen 1 und gibt die Richtung
  • Der kleinere ist Screen 2 und liefert das Timing
  • Monthly gegen 1min sagt nichts, dazwischen passiert zu viel

Warum du immer mit dem grossen Chart anfängst

Fängst du klein an, sind deine Augen voreingenommen und du siehst im grossen Chart nur die Bestätigung. Zuerst bestimmt Screen 1 die erlaubte Richtung: steigt EMA oder MACD-Histogramm, sind nur Longs erlaubt.

Goodmans Beispiel: derselbe BTC-Verlauf wirkt im Langzeitchart glatt, der Zoom auf 2017 zeigt einen 30-Prozent-Drawdown im Sommer. In Krypto ist ein 20-Prozent-Wick auf 15min oft nur eine Verschnaufpause auf dem Daily.

Die Triple-Screen-Matrix und das Timing

Screen 2 sucht die Gegenbewegung gegen den Haupttrend. Zeigt Screen 1 up und steht Stochastic auf 85, wartest du, bis es unter 40 fällt, und gehst dann Long. Der Pullback ist Timing, kein Grund gegen die Richtung zu handeln.

  • Screen 1 up, Screen 2 down: Buy-Stop knapp über dem letzten Minor-High
  • Screen 1 down, Screen 2 up: Rally shorten
  • Beide gleich: sicherer auf einen Pullback warten
  • Impulse System färbt Bars: Grün erlaubt Long, Rot erlaubt Short, Blau neutral

Quellen: Elder, Murphy

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