Krypto verstehen · Lektion 3 · Anfänger
Hard Money und Stock-to-Flow
Du kannst Knappheit über Stock-to-Flow einordnen und weisst, warum S2F kein Preisprognose-Modell ist.
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Hart oder leicht
Hard Money: das Angebot lässt sich nur mit echtem Aufwand erhöhen, Gold ist das Beispiel. Easy Money: die Menge ist leicht stark aufblähbar, als Wertspeicher unzuverlässig.
Stock-to-Flow misst das: Bestand geteilt durch jährlichen Zufluss. Golds Bestand wächst historisch nur rund 1,5 Prozent pro Jahr, seit 1942 nie über 2 Prozent. Hoher S2F heisst hart.
Vergleich: knappes vs reichliches Angebot bei zwei Coins.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Teste dich selbst
Was sagt ein hoher Stock-to-Flow-Wert aus?
- Das Asset ist knapp, der jährliche Zufluss ist klein gegen den Bestand
- Der Preis wird steigen
Warum taugt Kupfer trotz Wert nicht als Wertspeicher?
- Es ist ein Verbrauchsgut mit niedrigem S2F
- Es ist nicht teilbar
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Das Wichtigste in Kürze
- Hard Money hat unelastisches Angebot, Easy Money lässt sich leicht stark erhöhen.
- Stock-to-Flow ist Bestand geteilt durch jährlichen Zufluss, hoch heisst knapp.
- S2F erklärt Knappheit, ist aber kein belastbares Preismodell.
Vertiefung
Stock-to-Flow rechnen: was die Zahl misst
Stock-to-Flow ist Bestand geteilt durch jährlichen Zufluss. Golds Bestand wächst historisch nur rund 1,5 Prozent pro Jahr und lag seit 1942 nie über 2 Prozent, deshalb bleibt der Preis stabil. Kupfer dagegen wird laufend verbraucht, der Bestand bleibt klein gegen den Fluss, der Stock-to-Flow niedrig.
- Hoher S2F: Neuzufluss ist winzig gegen den Bestand, Hard Money
- Niedriger S2F: jeder Preisanstieg lockt schnell mehr Förderung, Easy Money
- Price Elasticity of Supply misst genau diese Reaktion des Angebots
- Gold hatte historisch die niedrigste Angebotselastizität aller Commodities
Warum das S2F-Preismodell gescheitert ist
Stock-to-Flow beschreibt Knappheit sauber. Das davon inspirierte S2F-Preismodell von PlanB behauptet dagegen, aus Knappheit einen künftigen Preis abzuleiten, und ist empirisch gescheitert.
- Es ignoriert die Nachfrage komplett
- Ein Gut kann knapp sein und trotzdem fallen, wenn niemand es will
- Es stützt sich auf eine Handvoll Halvings, also viel zu wenige Datenpunkte
Der Halving-Fehlschluss und BTCs Angebotsplan
BTCs Design hält die S2F-Rate niedrig, egal wie hoch die Nachfrage ist. Laut Ammous überholte BTC den Stock-to-Flow von Gold um etwa 2022 und liegt um 2025 rund doppelt so hoch, mit dem letzten Coin um 2140.
Daraus folgt kein sicherer Pump nach jedem Halving. Der Zeitpunkt ist bekannt und steckt längst in den Erwartungen. Behandle es als Markt-Event mit unsicherem Ausgang, nicht als Garantie, denn Knappheit beschreibt nur das Angebot.
Quellen: Ammous, Goodman, Burniske/Tatar
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