Charttechnik · Lektion 17 · Fortgeschritten
Multi-Timeframe und Triple Screen als integrierendes System
Du kombinierst die Werkzeuge zu einem Top-Down-Prozess, in dem der höhere Timeframe die Richtung gibt und der niedrigere das Timing.
Mit kostenlosem Konto: interaktive Chart-Übungen, Quiz mit Auflösung, Fortschritt und XP.
Erst Richtung, dann Timing
Der höhere Timeframe gibt die Richtung als Trendfilter, der niedrigere das Timing. Fang immer mit dem grösseren Chart an, sonst hast du voreingenommene Augen und verwechselst eine Korrektur mit einem Trendbruch.
Triple Screen
Elder staffelt drei Screens: Screen 1 (4h) zensiert die erlaubte Richtung über die Slope, Screen 2 (30min) sucht mit einem Oszillator Gegenbewegungen, Screen 3 (5min) liefert die Entry-Technik per Buy-Stop knapp über dem letzten Bar.
Triple Screen von oben nach unten
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Geh den Top-Down-Prozess Schritt für Schritt.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Das Wichtigste in Kürze
- Immer mit dem grösseren Chart anfangen, er gibt die erlaubte Richtung.
- Triple Screen (Elder): 4h-Trend, 30min-Oszillator, 5min-Entry.
- Charttechnik liefert Wahrscheinlichkeiten und Timing, das Konto überlebt nur durch Stops.
Vertiefung
Warum der Markt fraktal ist
Dieselben Prinzipien gelten auf Monats-, Wochen- und 5-Minuten-Chart, jeder Trend steckt in einem grösseren. Was auf 5 Minuten wie eine Rally aussieht, ist auf 4 Stunden vielleicht nur der Pullback im Downtrend. Genau daraus entsteht der teuerste Denkfehler.
- Immer mit dem grösseren Chart anfangen, sonst hast du voreingenommene Augen
- Höherer Timeframe gibt die Richtung, niedriger nur das Timing
- Faktor 4 bis 6 zwischen den Ebenen, maximal drei Screens
Triple Screen: Zensor, Timing, Trigger
Screen 1 auf dem höchsten Timeframe ist der Zensor und bestimmt die erlaubte Richtung. Screen 2 sucht mit einem Oszillator die Gegenbewegung im erlaubten Bias, Screen 3 liefert die Entry-Technik. Der häufigste Fehler ist, Screen 2 falsch zu lesen.
Konfluenz und die Grenze der Charttechnik
Die besten Signale entstehen, wenn Trend, Level, Oszillator-Extrem und Close zusammenfallen. Ein Einzelsignal auf einem Timeframe ist nah am Rauschen. In der Range versagt der Trendfilter: Murphy schätzt, Preise stecken mindestens ein Drittel der Zeit seitwärts, dann ist Stand-aside oft am profitabelsten.
Auch ein perfektes System liefert nur Wahrscheinlichkeiten. Das Konto überlebt durch den Stop hinter validem Level und die Position Size aus dem Stop-Abstand. Den Prozess kannst du an der Demo-Börse durchspielen.
Quellen: Elder, Murphy, Goodman, Schwager, Taleb
Diese Lektion interaktiv machen
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