Charttechnik · Lektion 22 · Fortgeschritten
Fortsetzungs- und bilaterale Muster: die Steckbrief-Bibliothek
Du erkennst Triangles, Wedges, Flags und Channels und handelst sie über Breakout, Volumen und Retest, mit klarem Blick auf das False-Breakout-Risiko.
Mit kostenlosem Konto: interaktive Chart-Übungen, Quiz mit Auflösung, Fortschritt und XP.
Konsolidierung und ihre Formen
Diese Bibliothek sammelt die Fortsetzungs- und bilateralen Muster als Steckbriefe. Sie sind Konsolidierungen, aus denen der Kurs meist in Richtung des vorherigen Trends ausbricht. Das Prinzip und die Measure-Logik lernst du in ct-continuation-muster, hier geht es ums Erkennen und Handeln.
Die Trade-Regel ist über alle Muster hinweg ähnlich: warte auf den Close aus dem Muster, verlange einen Volumenanstieg und nutze den Retest der gebrochenen Kante als zweite Chance. Kaufe nie während der Bildung.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Flache Oberkante, steigende Tiefs. Das aufsteigende Dreieck bricht meist nach oben aus. Entry beim Close über die flache Oberkante mit Volumen, Stop unter das letzte steigende Tief. Ein Bruch ohne Volumen ist verdächtig.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Das Spiegelbild: flache Unterkante, fallende Hochs, meist Bruch nach unten. Entry beim Close unter die flache Unterkante, Stop über das letzte fallende Hoch. Auch hier bestätigt Volumen den Bruch.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Fallende Hochs und steigende Tiefs laufen auf einen Apex zu. Das symmetrische Dreieck ist bilateral, es gibt die Richtung nicht selbst vor, sondern übernimmt meist den Vortrend. Der Ausbruch kommt typisch, bevor der Apex erreicht ist. Handle erst den Close aus dem Dreieck.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Der Falling Wedge fällt mit konvergierenden Linien und ist überwiegend bullisch, oft die Konsolidierung in einem Uptrend. Entry beim Close über die obere Wedge-Linie mit Volumen. Wedges gehören insgesamt zu den weniger verlässlichen Mustern, sei streng mit der Bestätigung.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Der Rising Wedge steigt mit konvergierenden Linien und ist überwiegend bärisch, obwohl er nach oben zeigt. Genau das macht ihn tückisch: die Form wirkt bullisch, der Bruch kommt meist nach unten. Warte den Close unter die untere Linie ab, bevor du ihn shortest.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Eine kurze, leicht gegen den Trend geneigte Konsolidierung nach steilem Anstieg. Volumen trocknet in der Flag aus und steigt am Breakout wieder. Entry beim Close aus der Flag, Ziel der halbe vorherige Anstieg (Half-Staff), Stop unter die Flag.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Das bärische Gegenstück nach steilem Abverkauf: kurze Konsolidierung, leicht gegen den Trend geneigt, dann Bruch nach unten. Entry beim Close aus der Flag, Stop über die Flag, Ziel analog der halbe vorherige Abverkauf.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Der Pennant ist die dreieckige Schwester der Flag: eine winzige symmetrische Konsolidierung nach einem starken Impuls. Die Trade-Logik ist dieselbe wie bei der Flag, Breakout mit Volumen und Half-Staff-Ziel. Der Pennant ist kurzlebig, verpasst du den Breakout, ist die Bewegung oft schon gelaufen.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Das Rectangle ist eine saubere Range zwischen horizontalem Support und Resistance. Du kannst die Ränder handeln oder auf den Breakout warten. Als Fortsetzungsmuster bricht es meist in Trendrichtung. Ziel ist die Höhe des Rechtecks, abgetragen an der gebrochenen Kante.
Interaktive Übung: hier lernst du direkt am Chart, mit Feedback zu jedem Klick. Kostenlos anmelden, um sie zu starten.
Der Price Channel sind zwei parallele Trendlinien, zwischen denen der Kurs läuft. Solange der Channel hält, handelst du die Bewegung von Kante zu Kante in Trendrichtung. Der Bruch aus dem Channel per Close ist das Signal für ein Ende oder eine Beschleunigung des Trends.
Teste dich selbst
Ein Rising Wedge bildet sich und zeigt nach oben. In welche Richtung bricht er meist aus?
- Nach unten, der Rising Wedge ist überwiegend bärisch
- Nach oben, er zeigt ja nach oben
Ein Ausbruch aus einem symmetrischen Dreieck erfolgt auf flauem Volumen. Wie bewertest du ihn?
- Verdächtig, ohne Volumen ist ein Fehlbruch wahrscheinlicher
- Voll handelbar, Volumen ist egal
Kostenlos anmelden für die Auflösung mit Erklärung zu jeder Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Prinzip der Fortsetzungsmuster steht in ct-continuation-muster, dies ist der Erkennungs-Katalog.
- Der Trigger ist der Close aus dem Muster mit Volumenanstieg, der Retest der gebrochenen Kante bestätigt.
- Viele Ausbrüche sind Fehlbrüche, wie du damit umgehst, steht in ct-false-breakouts.
Vertiefung
In welche Richtung bricht welches Muster wirklich aus?
Merk dir die Grundregel: konvergierende steigende Linien sind bärisch, konvergierende fallende Linien sind bullisch. Wer nur auf die optische Neigung schaut, handelt Wedges systematisch falsch herum.
- Aufsteigendes Dreieck: rund 70 Prozent nach oben.
- Falling Wedge: etwa 68 Prozent nach oben, obwohl er fällt.
- Symmetrisches Dreieck: nur 54 Prozent folgen dem Trend, Close abwarten.
- Rising Wedge: bricht meist nach unten, Down-Failure-Rate rund 24 Prozent.
False Breakout erkennen: die wichtigsten Signale
Bulkowskis busted patterns performen oft besser als saubere Ausbrüche: Wer aufsass, muss raus, und dieser Druck treibt die Gegenbewegung. Ein Fehlbruch ist also nicht nur Ärger, sondern ein eigenes Setup.
- Volumen: echter Breakout kommt mit deutlichem Anstieg.
- Close: erst ein Schlusskurs jenseits der Kante zählt.
- Retest: hält die Kante, ist der Bruch bestätigt.
- Congestion: dichte alte Hochs hinter der Kante würgen den Bruch ab.
Flags und Pennants: das Half-Staff-Ziel
Flags und Pennants sind sehr zuverlässig mit Failure Rates von oft nur 2 bis 4 Prozent. Der High and Tight Flag erreichte im Material 0 Prozent Failure Rate und rund 69 Prozent Anstieg. Aber die Bewegung danach ist nur etwa halb so gross wie davor.
- Nur 47 bis 64 Prozent erreichen das volle Ziel, also Teilgewinne nehmen.
- Pennants sind kurzlebig, ein später Einstieg trägt schlechtes CRV.
- Mit dem übergeordneten Trend handeln, verpasste Flag nicht jagen.
Quellen: Bulkowski, Thomas: Encyclopedia of Chart Patterns, TradingFace: Technical and Graphical Analysis, Murphy
Diese Lektion interaktiv machen
Melde dich kostenlos an und lerne mit Klick-Übungen direkt am Chart, Quiz mit Erklärungen und gespeichertem Fortschritt. Danach übst du alles risikofrei an der Demo-Börse.
100% kostenlos, keine Zahlungsdaten.